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AM Lasercutter Überblick

 

Der AM Lasercutter (Hersteller AM Laserpoint, Typ RLS400-1390) ist eine CO2 Lasermaschine, die mit einer 150 Watt Laserröhre ausgestattet ist.


Der AM Lasercutter besteht aus

  • einer Zentraleinheit (der eigentliche Lasercutter)
  • dem Access System
  • einem Chiller (=Kühlaggregat)
  • einer Druckluftzufuhr
  • einer Sauerstoff-Zufuhr 
  • einer Filteranalage


AM Lasercutter Gesamtanlage

Zentraleinheit

Die Zentraleinheit enthält eine bewegliche Mechanik, die von High-Speed Schrittmotoren gesteuert wird.
Die Mechanik bewegt den Laserstrahl über das zu schneidende Material.
Die CO2-Laserröhre, die den Laserstrahl erzeugt, ist fest in der Zentraleinheit montiert.
Der Laserstrahl wird mehrfach über Spiegel umgelenkt, tritt am Laserkopf aus und trifft dort auf das Material auf.
Der Laserkopf enthält die Laserlinse und ist auch für die Zufuhr von Druckluft und Sauerstoff verantwortlich.
Die Zufuhr von Druckluft ist für alle Materialien erforderlich.
Die Zufuhr von Sauerstoff ist nur beim Schneiden von Metall erforderlich.



Laserkopf

Der Laserkopf des AM Lasercutters besteht aus einem Umlenkspiegel, einer Linse und einer Nozzle (Düse).
Der Laserkopf lenkt den Laserstrahl auf das Material. Durch den Laserkopf strömen zudem Druckluft und O2 (beim Schneiden von Metall).
Der Umlenkspiegel lenkt den Laserstrahl nach unten auf das Material.
Die Laserlinse bestimmt die Brennweite des Lasers. Es gibt Laserlinsen mit unterschiedlichen Brennweiten.



An der Nozzle treten der Laserstrahl, die Druckluft und das O2 über dem Material aus.
Es gibt zwei unterschiedliche Nozzles: eine Nozzle für Metall (spitz zulaufend)
und eine Standard-Nozzle für alle anderen Materialien (flach)


Metall Nozzle (spitz zulaufend)


Standard Nozzle (flach)

Access System

 

Das Access System am AM Lasercutter enthält einen NFC Kartenleser und Steuerelektronik.
Das Access System ist eine Zugangskontrolle für den AM Lasercutter: der Lasercutter kann nur durch Einlegen einer personalisierten NFC Karte eingeschaltet werden.
Jedes FabLab Mitglied erhält nach dem Absolvieren der Schulung "AM Lasercutter Einführung 1" eine persönliche, nicht übertragbare NFC Karte.

Chiller

Der Chiller (= Kühlaggregat) wird für die Kühlung der CO2 Laserröhre benötigt.
Die Laserröhre ist wassergekühlt. Der Chiller kühlt destilliertes Wasser ab und pumpt es durch einen geschlossenen Wasserkreislauf an der Laserröhre vorbei.
Das Schneiden mit dem Lasercutter ist nur möglich, wenn der Chiller ordnungsgemäß läuft. Fehlfunktionen am Chiller verursachen eine Unterbrechung des Sicherheitskreises im Lasercutter.

 

 

Druckluftzufuhr (Kompressor)

Die Druckluftzufuhr hat mehrere Funktionen. Die Druckluft hält den Strahlengang im Laserkopf frei, schützt die Laserlinse vor Verschmutzungen und bläst das Werkstück während des Schnittvorgangs frei.



Der aktuelle Druck an der Nozzle des Laserkopfes kann am Manometer links am AM Lasercutter abgelesen werden. Der Druck sollte mindestens 0,2 Bar betragen. 


Sauerstoffzufuhr

Die Sauerstoffzufuhr, in Form einer Sauerstoff-Stahlflasche mit Druckminderer, ist über Schlauchleitungen mit dem AM Lasercutter verbunden.
Durch Zuführung von Sauerstoff wird eine erhöhte Schnitt-Temperatur erzielt, die das Schneiden von Stahl ermöglicht.
Im FabLab steht eine zweite Ersatz-Sauerstoffflasche bereit.


 

Filteranlage

Die Filteranlage wird benötigt um Feinstaub, Rauch und Dämpfe abzusaugen, die während des Schneidvorgangs entstehen.
Mehrere Filter (Grobfilter, Feinstaub-Filter und Aktivkohle-Filter) sorgen dafür, dass gesundheitsschädliche Stoffe ausgefiltert werden. Die Drehzahl der Filteranlage muss manuell eingestellt werden.
Bei langen, rauchintensiven Arbeitsvorgängen sollte die Drehzahl der Filteranlage erhöht werden.
Die Drehzahl der Filteranlage muss bei der Arbeit am AM Lasercutter generell höher eingestellt werden als am Zing Lasercutter, weil beim AM Lasercutter ein größeres Luftvolumen bewegt werden muss.
Die Filteranlage ist eine großzügige Schenkung der TEKA GmbH. Danke dafür!



 

Wichtige Hinweise

Icon
  • Der AM Lasercutter kann nicht ohne Chiller betrieben werden!
  • Der AM Lasercutter kann nicht ohne Druckluft betrieben werden!
  • Der Lasercutter darf nicht ohne Absauganlage betrieben werden!

 

 

Unterschiede zum Zing Lasercutter

Die wesentlichen Unterschiede zwischen dem AM Lasercutter und dem Zing 6030 Lasercutter sind:

 Zing 6030 LasercutterAM Laserpoint RLS400-1390 Lasercutter
Arbeitsfläche609 mm x 304 mm1300 mm x 900 mm
Laser Leistung35 Watt150 Watt
Schneidbare MaterialienSiehe "Lasercutter Wissen (Zing)" im Wiki
  • Alle vom Zing schneidbaren Materialien
  • Stahlblech
  • Edelstahlblech
Nicht schneidbare MaterialienSiehe "Lasercutter Wissen (Zing)" im Wiki

Andere Metalle, z.B.

  • Aluminium
  • Kupfer
  • Messing

Verklebtes Holz, z.B. Spanplatten

Schneidbare Maximalstärken

MDF: 6 mm

Sperrholz: 6 mm

Acryl: 8 mm

MDF: <TBD> mm

Sperrholz: 12 mm

Vollholz: 24 mm

Acryl: 20 mm

Stahlblech: 1.5 mm

NullpunktLinks obenRechts oben
SoftwareCorel DrawLaserWork
Gravur

Der Zing Lasercutter kann Graustufen gravieren.
Farben/Graustufen werden in Punktmuster (Standard)
oder Tiefeninformationen (3D) umgesetzt.

Der AM Lasercutter kann nur "einfarbig" gravieren.
Gefüllte Flächen werden vollflächig schwarz graviert.
Sonstiges: Zubehör 

Der AM Lasercutter benötigt Sauerstoff

zum Schneiden von Stahlblech

Sonstiges: Einweisung

Laserabend (Zing)

 

Zusatzschulung: "AM Lasercutter Einführung 1"

Voraussetzungen:

  • Einweisung am Zing Lasercutter
  • 6 Monate Praxis am Zing
Sonstiges: Motoren
  • der Zing ist eine „Consumer Maschine“
  • die Schrittmotoren des Zing haben Consumer-Qualität
  • der AM Lasercutter ist eine Industriemaschine
  • die Schrittmotoren des AM Laser sind leistungsstark
  • Verletzungsgefahr beim Bewegen des Laserkopfes

 

 

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